Als ich heute Abend den letzten Rundgang machte, war ich sehr zwiegespalten : noch nie hat es hier so ausgesehen wie jetzt. In den letzten Jahren ist viel Neues entstanden. Nichts ist fertig. Das Grundstück ist so groß und ich kann nicht überall sein.
Kürzlich las ich in meinem neuen Gartenbuch : " Zeig mir deinen Garten, dann sehe ich DICH ".
Stimmt. In meinem Garten ist soviel Leben oder Bewegung. Strenge Ordnung und Chaos. So wie ich mich auch selbst empfinde. An allen Ecken und Enden wächst mir das Unkraut über den Kopf.
Dazwischen gibt es Bereiche, die mir lebenswichtig sind. Hier lebe ich momentane Träume.
Altes, übernommenes, mein eigenes. Versuche mich. Hin und hergerissen zwischen meinem Können und Wollen und den Naturgewalten. Lust und Frust.
Dennoch das Gefühl von Leben und Lebensfreude. Einfach für den Moment.
Ich bin dankbar, dass ich das so hier erleben darf.
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